Inneres Team: wie mir der Chor in meinem Kopf zu klaren Entscheidungen verhilft

Juli 4, 2026

Inneres Team Coaching Sylt Margot Böhm

Dieser Blogartikel bezieht sich auf meine Podcastepisoden #88-92.
Mehr zum 
Podcast findest Du hier - und hier direkt die Playlist der Episoden zum inneren Team bei Spotify.

Screenshot der Spotify-Playlist der Podcastserie von Eindeutig Coaching zum Inneren Team von Margot Böhm, Sylt



Inhaltsverzeichnis:

1. Der innere Chor: eine Einladung, genauer hinzuhören

2. Was das innere Team überhaupt ist

3. Besuch am Sonntag: mein inneres Team im Alltagstest

4. Wie ich mit meinen inneren Stimmen ins Gespräch komme

5. Mein inneres Team beim Arzt

6. Das innere Team: so zum Beispiel arbeiten wir damit im Coaching

7. Wenn sich zwei innere Teams begegnen: Kommunikation mit anderen

8. Meine innere Moderatorin – Chefin, Vermittlerin oder beides?

9. Alte Teammitglieder: warum eine Vierjährige in meinem inneren Team immer noch mitredet

10. Mein inneres Team, wenn ich selbst coache

11. Die Moderation des inneren Teams als Clownsperformance

12. Was wir aus dem Modell des inneren Teams mitnehmen können



1. Der innere Chor: eine Einladung, genauer hinzuhören

Manchmal sage ich etwas und merke im selben Moment: Ups, das war ja tatsächlich nur die halbe Wahrheit. Eine andere Stimme in mir hätte gerade etwas ganz anderes gesagt.

Kennst Du das? Dieses Einerseits und das Andererseits, diese beiden Blickwinkel auf ein Thema, die im eigenen Kopf miteinander ringen?

Manche nennen das Engelchen und Teufelchen. Meistens sind es aber mehr als zwei. Ich spreche deshalb manchmal von einem ganzen Haufen bunter Typen, die in mir wohnen und die sich, je nach Situation, unterschiedlich laut zu Wort melden.

Es mag anstrengend sein, aber es macht auch schon irgendwie Sinn. Zeigt es uns doch, wie komplex unser Denken tatsächlich ist – und wie viele Erfahrungen, Stimmen und Situationen darin ihren Platz gefunden haben.

In diesem Blogartikel erfährst Du, was das Modell ist und wie ich damit arbeite: mit mir selber, im Coaching, im Clowning. Wir gehen der Frage nach, warum es sich lohnt, dem eigenen inneren Chor öfter mal genauer zuzuhören.


2. Was das innere Team überhaupt ist

Das Modell des inneren Teams stammt von Friedemann Schulz von Thun. Er hat sehr eindrücklich beschrieben, dass sich in uns seltenst nur eine einzige, klare Stimme äußert. Wir bestehen aus vielen inneren Anteilen, die alle gleichzeitig mitreden wollen.

Jede Person hat diese unterschiedlichen inneren Anteile in sich. Jeder Mensch kann jederzeit hinschauen und Entscheidungen treffen.

Es ist eines dieser Querschnittsmodelle, die in jeder Situation neu greifen – nicht etwas, was als Kategorie unveränderlich ist. Wir haben hier ein Modell, dass sich unmittelbar anwenden lässt. Deshalb ist es so nützlich, im Alltag und im Coaching.

Auch gibt es nicht das eine innere Team. Je nach Situation, je nach Verfassung, je nachdem, mit wem ich gerade zusammen bin, tauchen unterschiedliche innere Anteile auf. Manche sind fast immer dabei. Andere zeigen sich nur in bestimmten Momenten. Und manchmal taucht sogar ein völlig neuer auf, den ich vorher noch nicht kannte.

Zum Glück haben wir auch eine Art innere Moderation. Ihr Job ist, alle zu befragen und gut zuzuhören, was jede einzelne Stimme eigentlich will. Mehr dazu später.


3. Besuch am Sonntag: mein inneres Team im Alltagstest

Wenn sich Besuch angekündigt hat, meldet sich plötzlich meine innere Mutter, die mit mir kritisch einen Blick in die staubigsten Ecken unserer Wohnung wirft: "Jetzt aber mal schnell die Wohnung gästefertig machen! Aufräumen, saugen, wischen, Fensterputzen (zumindest das eine, wo nachher die Sonne rein scheint)”.

Kurz darauf kommt meine innere Entspannungsbeauftragte und ruft mir von hinten zu: "Hey, komm’ mal runter, chill ein bisschen und mach' Dir lieber einen Kaffee! Wen interessiert schon der Staub hinterm Regal!”

Und irgendwo winkt noch die Feministin, die über diese Art von patriarchal sozialisiertem Hausfrauenstress immer wieder den Kopf schüttelt.

Dann erscheint zum Glück die Kreativ-Pragmatische: “Geht doch gemeinsam Eisessen und spar Dir den Stress!”

Im Job sieht mein inneres Team nicht viel anders aus. Eine Stimme ruft nach Struktur, die nächste wirft mehrere kreative Ideen gleichzeitig in den Raum, die dritte mahnt dazu, den Ball flach zu halten, die nächste treibt zur Eile. Kennste? Puh.

Wenn es gut läuft, begrüße ich meine inneren Teammitglieder einzeln mit einem Nicken – manchmal sogar mit einem Keks und lade sie ein zum Dialog.

Ich mache mir klar, dass sie alle mit guter Absicht unterwegs sind.
Und dass dieser innere Chor, der im ersten Moment nur schräge Töne produziert, doch kein Bug ist, sondern ein Feature.



4. Wie ich mit meinen inneren Stimmen ins Gespräch komme

Es macht Sinn, unsere verschiedenen inneren Ziele und Bedürfnisse wahrzunehmen, und - wenn möglich - zu nutzen:

Du bereitest Dich auf ein Meeting vor. Morgen soll es stattfinden, aber Dein Kopf ist heute schon in voller Alarmbereitschaft. Deine innere Perfektionistin steht am Flipchart und schreibt zum vierten Mal das Begrüßungschart. 

Die Ungeduldige steht schon in der Tür, schaut dauernd auf die Uhr, will eigentlich längst unterwegs sein und Party machen. Und die Kritikerin schaut der Perfektionistin kopfschüttelnd über die Schulter, legt ihre Stirn in tiefe Sorgenfalten und treibt sie weiter an – es fehlen doch noch Inhalte und außerdem muss das viel schneller gehen.

Was machst Du jetzt damit?

Du fragst die einzelnen inneren Teammitglieder nach ihren Zielen. Was ist Dir wichtig? Warum genau soll das so laufen, wie Du vorschlägst? Was willst Du Gutes für mich?

Und dann hörst Du zu. Vielleicht erfährst Du so etwas wie das hier:

Von der Perfektionistin dass sie will, dass Du in einem richtig guten Licht dastehst. Tolle Charts, jedes Wort am richtigen Platz, schön designt, alles Wichtige drin und nichts zu viel. Sie will Applaus für Dich und Bewunderung von außen. Oder zumindest keine Kritik. Vielleicht wittert sie auch die Chance auf mehr Projekte, die sie liebt, wenn das hier gut ankommt.

Die Ungeduldige sorgt für Feierabend, im wahrsten Sinne des Wortes. Sie will den Kopf frei kriegen, Leute treffen, tanzen. So schenkt sie Dir Ausgleich, Life Balance.

Die Kritikerin will sicherstellen, dass alles wirklich top ist. Bis zum Letzten. Dass nichts übersehen wird. Sie sichert das bestmögliche Ergebnis.

Bewunderung, Chancen, das beste Ergebnis, Life Balance – das alles wollen diese drei. Das wäre in diesem Beispiel schon mal klar.

Du hast natürlich Deine eigenen Teammitglieder, die vielleicht ganz anderes wollen. Es gibt auch nicht das eine innere Team – je nach Situation tauchen verschiedene Figuren auf. Manchmal kommen neue Typen dazu, andere verschwinden langsam im Hintergrund.


5. Mein inneres Team beim Arzt

Richtig blöd gefühlt habe ich mich neulich beim Arzt. Ich habe eine dritte Frage gestellt und wurde auf eine Art zurecht gewiesen, als wäre ich erstens schwer von Kapee und würde zweitens seine wertvolle Zeit stehlen.

Es traf mich unvorbereitet, damit hätte ich nicht gerechnet. Die Stimme, die sich als erste in mir gemeldet hat, wollte sofort abwiegeln: ist doch kein Problem, Du findest das schon selber raus, vielleicht entschuldigst Du Dich besser.

Das ist ein sehr alter Anteil, der bei mir schnell da ist in Situationen, die dieser Anteil irgendwie als hierarchisch einstuft. Vermutlich eine gelernte Reaktion einer aus einem alten Gefühl des Gefälles zwischen Arzt und Patientin, Wissendem und Unwissender. Zum Glück spüre ich das nur noch sehr selten, aber in diesem Moment war es plötzlich wieder aktiv.

Danach kam ein Anteil, der sich ziemlich empörte und den Arzt als unverschämt bezeichnete.

Im Nachhinein kann ich das analysieren. In der Situation selbst habe ich einfach reagiert. Die Arbeit mit dem inneren Team gelingt meistens erst nach so einer Situation.

Dann ist es nützlich, die einzelnen Stimmen zu benennen. Da ist vielleicht die Abwieglerin, die die Beziehung erhalten will. Dann aber auch die Selbstverteidigerin. Ich schaue mir an, was jede von ihnen eigentlich erreichen will. Wer zuerst kommt, wer am lautesten ist, wer mit sich reden lässt. Die Schnellste will, dass ich weiterhin gut versorgt werde. Etwas später kam die, die will, dass ich mich nicht unterwerfe.

Wenn meine innere Moderatorin die Ziele der Stimmen verstanden hat, kann sie mit ihnen über den Weg zum Ziel noch einmal verhandeln.

6. Das innere Team: so zum Beispiel arbeiten wir damit im Coaching

Die inneren Anteile lassen sich alle sehr gut visualisieren: auf einem großen Blatt Papier, auf Karten, mit Gummitieren. Jedes Tier steht für eine innere Stimme. Ich kann sie über den Tisch schieben, schauen, welche Allianzen entstehen, wer wem gegenübersteht, wer wen unterstützt. Und am Ende überlegen: Welche dieser Stimmen darf in dieser Situation nach vorne und welche bleibt für den Moment im Hintergrund – ohne dass sie deshalb aus dem Team fliegt.
Und welche hilfreiche Stimme holen wir uns dazu?

Wir können auch die einzelnen Mitglieder “in den Raum stellen” und lebendig werden lassen (das machen wir auch in unseren Fooling-Workshops). Die Coachee stellt jede Stimme körperlich da, identifiziert sich jeweils mit ihr und spricht aus ihrer Warte. Sie spürt diese Stimme körperlich, gibt ihr die passende Körperhaltung, vielleicht sogar die dazugehörige Bewegung. Bei jedem Wechsel schüttelt sie sich, geht dann weiter und identifiziert sich mit der nächsten Stimme. Manchmal entsteht ein Dialog zwischen den Stimmen und sie wechselt jeweils hin und her.

Am Ende stellt sie sich auf die Position der Moderator:in und fragt alle Stimmen: Was wäre denn eine neue Lösung, die bisher noch niemand gesehen hat?

Erstaunlich oft kommt im Gespräch zwischen den Stimmen ein weiterer Anteil ins Spiel - mit einer Lösung, die keine der anderen alleine gefunden hätte.


7. Wenn sich zwei innere Teams begegnen: Kommunikation mit anderen

Bis jetzt haben wir uns allein das eigene innere Team angeschaut. Aber ich bin ja nicht alleine unterwegs. Während mein inneres Team in einer Situation aktiv ist, ist gleichzeitig auch das innere Team meines Gesprächspartners oder meiner Gesprächspartnerin am Werk.

Schauen wir uns noch mal meine Situation beim Arzt an. Ich spekuliere jetzt mal frei über sein inneres Team: vielleicht ist da eine Stimme, der es wichtig ist, ein ruhiger Gesprächspartner zu sein. Die hat die ersten 5 Minuten die Oberhand. Dann kommt der Zeitwächter: denk’ dran, das Wartezimmer ist voll! Und dann vielleicht auch noch der Controller: jede weitere Minute hier kannst Du nicht mehr abrechnen, denk’ an Deine Kosten!

Zwei bunte Teams, gleichzeitig im Gespräch. Kein Wunder, dass Kommunikation manchmal ziemlich schnell aus der Spur läuft.

Schulz von Thun hat dafür noch ein weiteres Modell entwickelt: vielleicht kennst Du das “Kommunikationsquadrat”, bekannt auch als “Vier-Ohren-Modell”. Eine einzige Aussage kann auf vier verschiedene Arten gehört werden. Vielleicht kennst Du das klassische Beispiel: zwei Personen sitzen im Auto, eine fährt, die andere sagt: "Es ist grün."

Das kann eine reine Sachaussage sein. Es kann aber auch als Appell verstanden werden: fahr doch endlich los! Oder als Selbstaussage: ich passe hier gut auf und achte auf die Ampel. Und es kann aber auch eine Beziehungsaussage sein – ohne mich würdest Du hier heute Abend noch stehen!

Übertrage das auf zwei innere Teams, die gleichzeitig in einem Gespräch aktiv sind, und Du merkst: Missverständnisse sind eigentlich der Normalfall, nicht die Ausnahme. Kommunikation, die reibungslos läuft, ist das eigentlich Bemerkenswerte.

Was mir hilft, wenn ich dran denke, ist mein inneres Team zu erweitern durch einen inneren Schalk, der das Ganze als überhaupt nicht dramatisch empfindet. Ein Anteil, der einfach nur amüsiert staunt. Ihm das Wort zu geben, mitten in einem angespannten Gespräch, kann die ganze Lage verändern.


8. Meine innere Moderatorin – Chefin, Vermittlerin oder beides?

Wer ist eigentlich diese innere Moderatorin? Eine Moderatorin, eine Chefin, eine moderierende Chefin?

Ich habe in Coaching-Prozessen schon beide Sichtweisen erlebt. Manche Coachees trennen die Rollen bewusst: Die Moderatorin trifft keine Entscheidung, sie sorgt nur dafür, dass alle gehört werden. Die Entscheiderin ist ein anderer Anteil: derjenige, der das innere Team nach außen vertritt, der entscheidet, welche Stimme in dieser Situation ganz vorne steht – und  allen anderen dankt für ihre Unterstützung in diesem Prozess.

Für andere trifft die Moderator:in am Ende auch selber die Entscheidung.
Beides kann für Dich stimmig sein – und vielleicht ist es mal so, mal so.

Auf jeden Fall steht die innere Moderator:in mit jedem einzelnen inneren Anteil in einem guten Kontakt. Auch mit denen, die sich gerade zurückhalten und nichts sagen. Sie fragt alle auf Augenhöhe, wertschätzend, ohne Wertung.


9. Alte Teammitglieder: warum eine Vierjährige in meinem inneren Team immer noch mitredet

Manche innere Teammitglieder sind ziemlich alt. Sie reden aus Gewohnheit, mit Zielen und Strategien, die vor langer Zeit einmal wichtig waren und die sie bis heute nach vorne stellen.

Wenn Du klein bist, ist es überlebenswichtig, in einer Beziehung zu bleiben. Falls Du gelernt hast, dass Du nett und artig sein musst, damit Du weiterhin geliebt wirst, dann war das für den oder die Vierjährige, die Du einmal warst, existenziell.

Und dieses Teammitglied kann immer noch aktiv sein. Sei lieb, sonst fliegst Du raus – auch wenn die Situation heute eine völlig andere ist. Zum Beispiel weil das Rausfliegen ziemlich unwahrscheinlich ist.

Die Aufgabe der Moderatorin ist dabei nicht, diesen alten Anteil umzuerziehen, sondern mit ihm ins Gespräch zu kommen. Was heißt Beziehungserhalt für Dich eigentlich genau? Worum geht es Dir wirklich? Vielleicht heißt es heute das: sich auf andere verlassen können, Schutz in einer Gemeinschaft spüren, akzeptiert werden.

Dann gibt es möglicherweise ein anderes Teammitglied, das das prinzipiell auch okay findet - aber nicht um jeden Preis. Dieses will gerade stehen können. Auf Beziehungen, die nur bei Nettsein existieren, legt dieser Anteil keinen Wert.



10. Mein inneres Team, wenn ich selbst coache

Ein Coaching ist eine besondere, professionelle Kommunikationssituation - und meine inneren Anteile sind auch da mit an Bord.

Da ist vielleicht die mit viel Lebenserfahrung, und die sagt: das habe ich auch schon erlebt, ich sag mal schnell, wie das geht!
Da ist vielleicht die Helferin, die unbedingt mit anpacken will und vielleicht sogar das Projekt für die Coachee zuende bringen möchte.
Da ist der Skeptische, der eher Zweifel verbreitet als Zuversicht.
Und da ist der Analytische, der alles von allen Seiten betrachten will, auch wenn das gar nicht zum Ziel führt.
Vielleicht taucht auch die Betroffene auf, die sich mit dem gleichen Thema herumschlägt wie der Coachee und die leicht zusammen zuckt, wenn ein Thema des Coachees unerwartet etwas in mir berührt.

Da ist dann die innere Moderator:in mit all ihrer Professionalität gefragt – und das optimalerweise bereits während des Coachingprozesses. Die, die alle inneren Anteile wahrnimmt und gleichzeitig sagt: ich sehe Euch, aber jetzt seid ihr nicht gefragt. Es geht um die Coachee.

In  einem Coaching-Prozess geht es nicht um meine eigenen Themen. Sie sind da, das ist völlig normal, und manchmal sind sie sogar nützlich. Aber mein Job ist, dass die andere Person weiterkommt. Nicht ich. Gefragt ist eine Form von Selbstsupervision mitten im Prozess.

Hinterher, im Nachhinein, lohnt es sich genauer hinzuschauen: Was ist da eigentlich abgegangen? Wer war da in mir am Start? Wie sehr ist mir gelungen, die professionelle Moderator:in zu aktivieren und in meiner Rolle als Coach professionell zu sein?

Ich kann für mich selbst alle Methoden nutzen, die ich auch im Coaching nutze. Ich kann malend, schreibend, spielend reflektieren. Ich kann mir Gummitiere aus dem Schrank holen oder Holzfiguren. Es geht darum, das innere Team so zu nutzen, dass es hilft. Immer dann, wenn es angesagt ist.


11. Die Moderation des Inneren Teams als Clownsperformance

Im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums des Deutschen Coachingverbandes (DCV) im September 2025 in Bonn hatte ich das große Vergnügen, mit meiner inneren Clownin Margooo auf die Bühne zu gehen.

Das Stück dauert ca. 12 Minuten und heißt "To-do-Liste".
Margooo spielt alle Rollen. Sie ist Moderatorin und verkörpert verschiedenste Figuren in einem Meeting - komplett ohne Worte.


Ob Du darin Dein tatsächliches (äußeres) Team siehst oder das innere, bleibt Dir überlassen. Die Szene ist für vielfältige eigene Resonanzen und Interpretationen offen. Ich bin immer begeistert zu hören, was Menschen darin wieder erkennen. 

Feedbacks und ein paar Bilder zu dieser Szene findest Du auf der Seite der Jokerei.
Wenn auch Du mal einen "Joker" gebrauchen kannst, sprich mich an.
Ich freue mich, diese Szene auch auf Deiner Veranstaltung zu spielen - quasi als Keynote ohne Worte.
Diese Szene oder eine andere, je nachdem was Du brauchst.



12. Was wir aus dem Modell des inneren Teams mitnehmen können

Für mich ist es das: Meine inneren Widersprüche sind ein Hinweis darauf, wie viele unterschiedliche, gute Absichten gleichzeitig in mir aktiv sein können. Die Aufgabe ist nicht, sie zum Schweigen zu bringen. Die Aufgabe ist, ihnen zuzuhören, ihre Ziele zu verstehen und dann – manchmal als Moderatorin, manchmal als Chefin – eine Entscheidung zu treffen.

Es gibt da keine endgültigen Lösungen. Neuer Tag, neues Team, neues Spiel.

Wenn Du magst, schau Dir eins Deiner Teams mal genauer an. Schreib auf, was die Stimmen sagen, die sich gerade zu einem Thema melden. Gib ihnen Namen. Verleih ihnen eine Gestalt, damit Du sie Dir anschauen kannst (hol Dir zum Beispiel Gummitiere, Quietscheenten oder Holzfiguren dazu). Frag sie, was sie eigentlich wollen. Und schau, was passiert, wenn Du sie miteinander ins Gespräch bringst.

Vielleicht möchtest Du Deinem inneren Team ja auch mal auf der Bühne begegnen? Dann komm zum nächsten Fooling-Workshop!

Oder Du willst lernen, professionell mit solchen Modellen zu arbeiten? Dann schau Dir unsere Coachingausbildung an, die beim Deutschen Coachingverband zertifiziert ist:

Hier findest Du eine Übersicht über unsere aktuellen Termine für Workshops und Weiterbildung:

Margot Böhm schaut geradeaus

Über die Autorin

Margot Böhm

Margot Böhm ist Inhaberin des coaching.zentrum Sylt. Sie ist diplomierte Erziehungswissenschaftlerin (Erwachsenenbildung), SeniorCoach und LehrCoach (DCV) sowie behördlich geprüfte Darstellerin für Clowntheater und Komik.

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